Die duften Drei: Bartöl-Elite im Awesome-Check


Setzen Beardo,

manchmal braucht es Zeit, Ruhe und die klare Luft der Alpen, um die Sache auf den Punkt zu bringen. Der Doc hat sich ein paar Tage auf einen Bergbauernhof in Tirol zurückgezogen, um drei der vielversprechendsten Öle, die es derzeit auf dem Markt gibt, so richtig unter die Nase zu nehmen, damit ihr kleinen Schnuffel-Bärtchen auch immer was gutes im Schnorres habt.

Bevor jetzt wieder alle möglichen Hersteller, deren Fans und Händler Alarm schreien: Es gibt gute Gründe, warum der Doc sich für diese drei Öle entschieden hat. Da wäre zum einen die Zusammensetzung. Jedes der drei bietet einen wunderbar ausgetüftelte, einzigartige Ölmischung, die jeweils einen anderen Schwerpunkt setzt. Alle drei haben ausgezeichnete Pflegewirkungen, unterschieden sich aber in den Wirkkonzepten. Und zuletzt: Diese drei setzen wortwörtliche Duftmarken in der Bartölwelt durch ihre komplexen Duftmischungen.
Sicher gibt es noch zahlreiche anderen Öle da draußen, die ebenfalls von guter Qualität sind, keine Frage. Viele davon sind zweifelsfrei eine gute Wahl, andere wiederum machen zwar einen riesigen Werbe-Wind. Dennoch kann man sie sich in den Bart schmieren!

Es reicht eben nicht, nur ein Trägeröl zu benutzen oder möglichst viele ungewöhnliche Trägeröle zusammenzumischen, um in die “Awesome’s Hall of Fame” zu gelangen.
Nach langem Testen sind es genau diese drei Öle, die dem Anspruch von Dr. Awesome gerecht werden. Und glaub mir Beardo, der Doc hat sich so ziemlich alle ernsthaften Brands probiert, die es auf dem Markt gibt.
Nimm also deinen Gripps zusammen und konzentrier dich, schließlich willst du ja etwas lernen.

 

Stenz "Hiagst"

Zusammensetzung: Hiagst heißt Herbst - und genauso einfach wie der Name erscheint auch die Zusammensetzung: Traube, Mandel, Arganöl. Wenn du in der vorletzten Stunde bei Dr. Awesome artig aufgepasst hast, dann weißt du ja, dass es  genau diese Mischung ist, die optimal für eine bartpflegende Wirkung ist. Der Stenz hat es bei diesem Öl geschafft, ein perfektes Mischungsverhältnis zu finden, das der Doc in dieser Perfektion in noch keinem anderen Bartöl gefunden hat. Was das Öl aber erst wirklich herausragend macht ist die richtige Portion Squalan. Squalan ist ein extrem dünnflüssiges Öl, dass die Konsistenz und damit die Spreitfähigkeit der gesamten Mischung beeinflusst. Das Ergebnis: Das Stenz Bartöl lässt sich extrem gut verteilen. Für alle von euch, die es nicht so mit der Chemie und ihren Begriffen haben, sondern lieber an Motoren schrauben: Das Stenz ist wie ein gutes Kriechöl, das ohne viel Zutun seinen Weg in jede noch so kleine Ritze findet. Und genau das willst du kleiner Zauselbart ja erreichen…

Geruch: Das Stenz ist ein Öl für den echten Holzfäller. Öffnest du die Flasche, strömt dir der Geruch eines Sägewerks entgegen, oder auch eines Nadelwalds direkt nach einem Regenguss. Dazu ein leichter Hauch Zitrone und Rosmarin, allerdings nur sehr dezent. Beim Auftragen verstärkt sich dieser Geruch zunächst, weicht dann aber schon nach wenigen Minuten einer Lemongrass-Note. Das zitronige-kräuterige tritt in den Vordergrund, das Sägewerk in den Hintergrund. Insgesamt eine mehr als gelungene Komposition, die Dr. Awsome mehr als gefällt. Lediglich eine Spur weniger Lemongrass, dafür mehr Rosmarin könnten diesen Duft noch verbessern.

Wirkung: Das Öl macht das Barthaar sofort weich und kämmbar. Das liegt am Squalan, das als natürliches Silikon gilt. Aber keine Sorge, mein kleiner Angst-Bart. Squalan schädigt deinen Bart nicht, sondern hilft dabei, die Pflegewirkung der übrigen Ölmischung zu verbessern. Auch nach einigen Stunden ist der Bart fühlbar weicher als im ungeölten Zustand. Ein absoluter Pluspunkt, denn viele Bartöle erzeugen zwar im ersten Moment ein ähnlich weiches Bartgefühl. Das ist aber meist nach kurzer Zeit schon wieder verflogen. Zurück bleibt strohiges Haar. Oft liegt das an einer zu fetten Mischung, bei der das Öl wie ein Film um das Haar liegt. Hier wird noch einmal deutlich, Beardo, wie wichtig es ist, die Trägeröle perfekt aufeinander abzustimmen.
Hier bekommst du das Stenz-Bartöl



Beardbrand “Spiced Citrus”

Zusammensetzung: Die Marke Beardbrand aus den USA ist eine der ersten gewesen, die sich ernsthaft mit der Pflege des Vollbartes auseinandergesetzt haben. Und genau diese Erfahrung merkst du auch, wenn du dir ein paar Tropfen des “Spiced Citrus” in deinen prächtigen Vollbart massierst. Die Jungs haben bei diesem Bartöl ganze Arbeit geleistet und eine eigenständige Trägerölmischung kreiert, die auf fabelhaftem Jojobaöl basiert, das mit Mandel und Traubenkernöl gemischt wird. Alleine diese Zutaten versprechen schonmal ein grundsolides Bartöl. Allerdings hat Beardbrand etwas dazugemischt, von dem viele reden, es aber aufgrund seiner Dickflüssigkeit dennoch so gut wie nie verwenden: Rizinusöl!
Irgendwie haben es die Jungs geschafft, dieses Wunderöl, das den Haarwuchs anregen soll und extrem pflegende Eigenschaften hat, in diese Mischung zu zaubern. Und zwar ohne, dass es dabei zu dickflüssig würde. Dazu findet sich in der Inhaltsstoffliste noch etwas pflanzliches Glycerin. Dieses soll Wasser auf der Haut binden und sie so länger feucht halten. Auch, wenn der Doc bezweifelt, dass du diesen Effekt je spüren wirst, die Beardbrand-Mischung setzt echte Maßstäbe und ist so nirgendwo sonst zu finden.

Geruch: “Spiced Citrus” ist nicht ganz zutreffend, eher “Citrused Spice”. Denn schon beim Deckelabdrehen erkennst du, kleine Schnuffelnase, dass die Amerikaner es offenbar sehr geruchsintensiv mögen. Und dieser Geruch hier ist wirklich äußerst würzig. Eine Mischung aus Nelke und Grapefruit. Dazu kommen ganz am Rande Vanillenoten. Im Bart entfaltet sich dann die volle Wirkung dieser Geruchsbombe. Würze bis zum Abwinken. Und auch die Citrus-Noten wirst du jetzt merken, während die Vanille das ganze warm und süßlich abrundet. Und wer hätte es anders gedacht: Selbst Stunden später ist der Geruch noch präsent. Eine Mischung, die nicht jedermanns Sache sein dürfte. Wenn du aber Nelke und Vanille magst, dann wird dich dieser Duft umhauen!

Wirkung: Beardbrand hat vor allem eines: Erfahrung. Und das merkt man beim “Spiced Citrus”. Die Ölmischung lässt sich trotz des eigentlich zähflüssigen Ricinusanteils überraschend gut im Bart verteilen. Ist die erste Duftwolke verflogen, wirst du überrascht sein, wie weich das Zeug den Bart macht. Vor allem: Die Weichheit nimmt in den folgende 30 Minuten weiter zu. Nach und nach entfaltet das “Spiced Citrus” seine volle Wirkung. Morgens aufgetragen ist das Barrthaar auch am Abend noch weich. Zwar nicht so wie in den ersten Stunden, aber die Pflegewirkung ist gemessen an dem, was die üblichen Öle da draußen leisten bombastisch.
Hier bekommst du das Beardbrand-Bartöl


Gøld’s "Massiv"

Zusammensetzung: Eines kannst du glauben, kleiner Zweifel-Bart! Gerade weil Dr. Awesome Betriebsarzt bei Gøld’s ist, schaut er ganz besonders kritisch auf das, was seine Jungs da ins Fläschchen füllen. Und die Buben wissen ganz genau, dass der Doc ihnen die Ohren langziehen würde, wenn die Mischung oder die Wirkung nicht passen würde. Aber es gibt beim Massiv einfach keine Schwachstelle. Das liegt vor allem am Hauptbestandteil Arganöl. Dieses hochwertigste und sicher auch teuerste aller gängigen Haaröle wird von den meisten Herstellern nur als Zusatz in kleiner Menge verwendet. Bei Gøld’s ist Arganöl die Hauptzutat. Dazu kommen kleinere Anteile von Jojobaöl und Mandelöl. Durch den hohen Anteil an Arganöl ergibt sich ein sehr ausgewogenes Fettsäurespektrum. Dein Haar und auch deine Haut sind so immer optimal versorgt. Ja, Beardo, das würde ansich schon reichen, aber die Jungs haben noch etwas hinzugemischt, dass dem Massiv endgültig den Platz unter den besten drei sichert: Hanföl. Dieses Öl wirkt entzündungshemmend und hilft bei der Zellerneuerung deiner Haut. Damit ist das Massiv nicht nur Öl, um seinen Bart zu pflegen, sondern auch eines, mit dem du Hautirritationen und Entzündungen unter deinem Bart vorbeugen oder sogar bekämpfen kannst. Sei sicher, Beardo, wenn es nach der Qualität der Ölmischung geht, bekommst du nirgendwo etwas Höherwertigeres.

Geruch: Das Massiv gilt als das am besten duftende Bartöl am Markt. Der Duft erinnert nicht an herkömmliche ätherische Öle und macht es so zu etwas ganz besonderem. Der Geruch ist männlich, mit ganz sanften Holznoten, die beim Auftragen zunächst in den Hintergrund treten und einer süßen Frische Platz machen. Nicht umsonst sind die Frauen gleich reihenweise begeistert, wenn sie das Massiv zum ersten Mal in deinem Bart riechen.

Wirkung: Kurz nach dem Auftragen spürst du noch nicht allzuviel. Aber ruhig Blut, du kleiner Ungedulds-Bart. Das Gøld's Massiv ist ein echter Spätzünder. Doch was dann am Himmel leuchtet ist kein Silvesterkracher, sondern eine Supernova. Gib ihm ein paar Minuten. Was du dann in deinem Bart fühlen wirst, toppt alles bisher Dagewesene. Das liegt vor allem am Hanföl und dem hohen Anteil Arganöl, das ersteinmal ins Haar eindringen muss. Dann macht diese Ölmischung deine Haare nicht etwa nur weich, sondern regelrecht flauschig. Und dieser Flausch begleitet dich durch den ganzen Tag. Selbst am Abend wirst du deinen Bart nicht mehr wiedererkennen. Deinem strohigen Bart kannst du ein für alle Mal lebewohl sagen.
Hier bekommst du das Gøld's-Bartöl


Jetzt liegt es an dir, kleiner Kratze-Bart für welches du dich entscheidest. Sei aber sicher: Diese drei sind zu Recht, die Besten der besten! Es wird dich also in jedem Fall umhauen!

Und jetzt: Ab in die Pause!


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