Für Selbst-Schnippler: Das sind die drei größten Fehler beim Bart-Schneiden!

Für Selbst-Schnippler: Das sind die drei größten Fehler beim Bart-Schneiden!

Setzen Beardo,

der Doc ist etwas besorgt über die vielen Jungs da draußen, die ihre Bärte selbst in Form bringen. Dagegen ist im Grunde nichts zu sagen. Zumindest nicht, wenn man etwas davon versteht. Doch zu viele kleine Do-it-yourself-Bärte nehmen einfach eine Bastelscheere in die Hand und schnippeln sich die Locken kaputt. Die traurigen Ergebnisse werden dann stolz bei Facebook oder Insta präsentiert. Im Ernst, Beardos! Was da gezeigt wird, ist ein Frevel am Geist des Bartes!

Deshalb ist es Zeit, dass der Doc dir und deinen Kumpels die schlimmsten Flausen ein für allemal austreibt. Also pass gut auf und geb fein Acht: Diese drei kapitalen Böcke solltest du beim Bartschneiden auf keinen Fall schießen!


Das Unterfell wegschneiden

Junge, Junge, Junge. Dieser Fehler ist der schlimmste aller Fehler, den ein stolzer Bartträger machen kann, wenn er selbst die Schere zückt. Trotzdem ist es auch der häufigste Fehler, den die Barbier-Verweigerer begehen. Und das immer wieder.

Das Problem: Die meisten wollen eine ordentliche Bartkante am Hals haben und schneiden deshalb gerne zu hoch anstatt die Wolle stehen zu lassen. Sie tun das, weil sie sich an einem klassischen gestutzten Dreitagebart orientieren. Aber genau da liegt der Fehler. Du trägst einen kapitalen Vollbart. Und ein Vollbart hat immer seine eigenen Regeln. Und die lautet: Unterwolle stehen lassen. Soviel du kannst! Hab nur Mut, mein kleiner, Angst-Bart. Der Doc macht das auch und wird so mit einer vollen, blickdichten Mähne belohnt.
Wer dennoch die Schere ansetzt, erhält ein erschütterndes Ergebnis. Denn ohne Unterwolle, wird selbst aus dem massivsten Bart ein kümmerliches, durchscheinendes und vor allem schmales Etwas, das von der Seite aussieht wie ein Unglück, das unnatürlich nach vorne absteht.

Merke: Die Halslinie so tief wie möglich setzen, um möglichst viel Volumen in den Bart zu bekommen. Das wirkt Wunder!

Das Wangenfell zu weit oben kürzen

Es ist ja schön und gut, wenn du als fleißiger Stutz-Bart gerne mit Schere und Langhaarschneider deine Lockenpracht optimierst. Doch meistens machen Bartträger und sogar manche Barbiere einen schlimmen Fehler. Sie kürzen die Seiten viel zu hoch anstatt die Haare lang wachsen zu lassen.
Das Ergebnis: Anstatt einen dichten Bart, sieht der Doc bei diesen Herren schon auf zehn Metern die weiße Barthaut durchschimmern. Von vorne mag das im Spiegel ganz gut aussehen. Aber Volumen für einen langen Vollbart, erreichst du so nicht, Beardo! Ganz besonders schlimm wird es bei denen, die die Seiten auf diese Weise kürzen und im Kinnbereich lang lassen. Statt einer ordentlichen, runden Form, wölbt sich das Ganze zur Bartspitze hin nach innen. Der Doc hat selten etwas Dämlicheres gesehen. Dennoch ist dieser Selfmade-Look jeden Tag aufs neue in den Bartgruppen zu sehen. Als Grund führ diese aberwitzige Schnippel-Technik geben diese Leute an, dass sie nicht wollen, dass der Bart so in die Breite geht. Aber da kann der Doc nur milde lächeln. Ein bisschen Balm legt die Haare an. Der Vorteil: Es sieht nicht gleich aus, als ob du Haarausfall an den Seiten hättest.

Merke: Lass die Wangen wachsen! Das sorgt für einen dichten, vollen Bart.

Die Schnurrbartspitzen falsch abschneiden

Ein echtes Schnippel-Drama, das der Doc bei viel zu vielen Barträgern beobachten muss. Und ganz ehrlich, meine kleinen Bart-Freunde: Sogar ein Barbier hat diese schlimmste aller Schneidetechniken beim Doc angewendet. Danach musste Dr. Awesome erstmal wieder zu seinem Barbier des Vertrauens, damit der das wieder richtet.
Das Problem kennst du ja. Und die Lösung hört sich so einfach an. Der Schnorres ist zu lang geworden und die Spitzen müssen gekürzt werden. Also nehmen immer wieder Unwissende die Spitzen zwischen die Finger, zwirbeln sie und machen dann Schnipp! Das Ergebnis erinnert an eine Katze mit explodierten Schnurrhaaren. Das will keiner.

Merke: Wenn die Schnorres-Spitzen gekürzt werden, immer von innen nach außen mit der Schere schneiden - parallel zum Mund, sodass die äußeren Haare länger bleiben und die inneren gekürzt werden.

Schreibt euch das hinter eure Öhrchen, Beardos!
Beim nächsten Mal fragt der Doc ab.

Fotos: tverdohlib, luckybusiness, Iryna, romaset - fotolia.com

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