Der richtige Look für deine Locken: Welcher Bart-Typ bist du?

Geposted am 25 November 2017

Setzen Beardo,

heute beschäftigen wir uns mit dem Look deiner Locken. Genauer gesagt mit drei typischen Vollbartträgern.  Diese Drei decken so ziemlich alles ab, was auf dem Schulhof an Vollbärten herumschwirrt. Also höre aufmerksam zu. Vielleicht findest du heraus, zu welcher Sorte Bart du gehörst. Und vielleicht findest du auch die ein oder anderen Anregung, um deinen Bart noch besser wirken zu lassen.

Wichtig ist erst einmal: Die Form des Vollbarts ist bei den meisten Männern ziemlich gleich. Es sind die Details, die die Unterschiede machen. Doch diese Details fallen dir und deinen Freunden schon gar nicht mehr auf. Die Selbstwahrnehmung verschiebt sich bei Barträgern zum Teil extrem. Glaubst du nicht? Dann schau mal in die großen Bartgruppen. Da präsentieren sich stolz ganze Horden von Zauseln, die sich selbst als Pflege-Bärtchen bezeichnen. Es gibt aber auch die anderen. Die, die sich selbst als wilden Wikinger sehen, in Wirklichkeit aber härtere Konturen als Conchita Wurst rasieren.
Dabei gibt es eine einfache Look-Regel, mit der du deinen Bart garantiert in Szene setzen wirst. Merke: 

Je wilder der Bart, desto ordentlicher und geordneter sollte die Kleidung sein - und andersherum!

Der Doc wird dir nun anhand dieser drei Beispiele zeigen, worauf es ankommt. 
Also nimm die Finger aus dem Bart, spitz deine Öhrchen und finde heraus, zu welchem Typ du gehörst.

Der wilde Bart

Der Wild-Bart ist der Vater aller Vollbartträger. Sozusagen, der Silberrücken im Bartgehege, der Vorarbeiter im Holzfäller-Camp, der Chip-Verkäufer beim Autoscooter. Er sagt wo es lang geht und hat ein geradezu unbändiges Selbstbewusstsein. Und das braucht er auch, wenn er mit seinem Zausel-Bart durch die Weltgeschichte spaziert. Denn dieser Bart sieht alles andere als gepflegt und geordnet aus. Aber, zieh jetzt bloß keine falschen Schlüsse, Beardo! Denn Wildbärte haben auch etwas erhabenes, urwüchsiges. Sie erinnern dich daran, dass es noch gar nicht so lange her ist, als du und deine Bartkumpels mit Vikingerschiffen Amerika entdeckt habt. Damals gab es noch keine Konturenschablone oder millimetergenau Trimmer. Damals war Wildwuchs. Wer diese Bartform heute kultiviert, ist näher dran am echten Vikinger, als alle Möchtegern-Ragnars da draußen.

Tipp: Der Wildwuchs wirkt nur, wenn das restliche Erscheinungsbild dafür umso modischer ist. Je ordentlicher und modischer du dich anziehst, desto eher entsteht ein Kontrast, der dich erst ins rechte Licht rückt. Deshalb ist diese Bartform vielleicht sogar die schwierigste im Alltag. Denn sind sowohl Bart als auch Kleidung zu wild, wirst du ganz schnell als kleiner Penner-Bart abgestempelt.


Der natürliche Bart

Der Natur-Bart ist in beiden Welten zuhause. Er ist sozusagen ein Auserwählter. Ein Gesegneter, der dazu bestimmt ist, seine Haare mit Stolz zu tragen. Für einen Naturbart kann man sich nicht bloß entschieden. Es wird einem quasi per Geburt in die Wiege gelegt. Bei ihm stimmen die Konturen von Haus aus. Die Wangenkontur sieht natürlich aus, die Halskontur ebenso. Weil die Haare beim Natur-Bart eben so wachsen. Sicher, es gibt viele Barber, die es mit Geschick und ein paar Tricks schaffen, deine Kontur natürlich aussehen zu lassen. Aber sie kriegen es nie so gut hin, wie bei einem echten Naturjungen. Die restlichen Haare werden selbstverständlich gestutzt, sonst wird aus dem Natur-Bart ganz schnell ein Wild-Bart. Die Seiten an den Ohren etwas kürzer, dann langsam übergehend, damit eine natürlich wirkende Vollbartform entsteht. Ob spatenförmig, eckig oder abgerundet ist dabei egal. Auch die Länge ist nicht so wichtig. Wichtig ist, bei dieser Bartform den schmalen Grat zwischen zu akkuratem Schnitt und Wildwuchs hinzubekommen. Die Königsdisziplin! Wer sie erfolgreich meistert, macht sowohl in Walhalla, als auch bei  den Filmfestspielen von Cannes eine gute Figur.

Tipp: Der Naturbärt lässt sich hervorragend mit dem typischen Lumberjack-Style kombinieren: Karohemden, Blue-Jeans, schwere Lederstiefel. Worauf es bei denen ankommt, kannst du übrigens hier nachlesen. Die Kombination ist wichtig, denn wenn du dich allzu normal anziehst, wirkt der natürliche Typ schnell wie ein langweiliger Gymnasiallehrer. Setze also Akzente!


Der perfekte Bart

Perfekt-Bärtchen sind die stolzen Gockel unter den Vollbartträgerm, die Pfauen, die ihr Rad zeigen, um die Weibchen zu beeindrucken und die Männchen in die Flucht zu schlagen. Und das funktioniert natürlich nur, wenn jede Feder und jedes Haar in der richtigen Richtung liegen, exakt dieselbe Länge haben, die Kontur immer sauber ausrasiert ist und wie mit einem Lineal gezogen wirkt. Ernsthaft, Beardo, dieser Form des Bartträgers ist die wohl am häufigstens anzutreffende. Denn sie kann wirklich beeindrucken und in den Bann ziehen. Denn der Perfekt-Bart signalisiert der Umgebung: “Ich kümmere mich um mein Äußeres und lege sehr viel Wert auf Reinlichkeit. Kurzum: Der Perfekt-Bart wirkt mit Abstand am gepflegetesten, auch, wenn er vielleicht gar nicht sauberer ist, als ein oft gewaschener Wildbart. Aber es ist eben der Style der zählt. Und deswegen versuchen Perfekt-Bärte auch häufig ihre Locken etwas mit Föhn und Bürste zu glätten, um eine gleichmäßigere, homogenere Erscheinung zu haben. Sie besuchen häufiger als andere den Barbier oder schnippeln alle paar Tage selbst alles weg, was aus der filigran gestutzten Hecke herauslugt. Sie sind sozusagen der englische Garten unter den Bartrrägern. Ein Kunstwerk, dass nie fertig ist, an dem immer gearbeitet werden muss, damit es seinen Zauber behält.

Tipp: Der perfekt gestylte Bart sollte einen unordentlichen Gegenspieler haben. Das heißt: Du kannst zwar Anzug tragen, doch dann wirkst du schnell wie ein Sparkassenangestellter mit modischen Ambitionen. Wenn du mit deiner Kleidung einen Kontrastpunkt setzt, etwa durch Chinos, Sneaker und T-Shirt, wirkst du durchgestylt und trotzdem wie ein echter Kerl.

Und zu welcher Kategorie gehörst du, Beardo?


Fotos: denisismagilov, LIGHTFIELD STUDIOS, tverdohlib - fotolia.com

 

1 Kommentar

  • Tim: November 28, 2017

    Sehr chillig geschriebener Artikel… Macht weiter so ?

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