Von Wachs, Wichse & Co.: Dr. Awesomes Einmaleins des Schnurrbart-Stylings

Geposted am 05 Januar 2018

Setzen Beardos,

heute gibt’s was auf die Schnautzer! Denn genau die sind es, die den meisten von euch jeden Morgen aufs Neue Kopfzerbrechen bereiten. Denn wenn die Haare unter der Nase in alle Richtungen stehen und überhall hinwollen, nur nicht dahin, wo ihr sie gerne hättet, dann wird aus einem eigentlich guten Tag ganz schnell ein Bad-Beard-Day.
Die meisten probieren es dann mit Schnurrbartwachs und feuern das Zeug dann irgendwann entnervt in die Ecke, weil der Schnurrbart nach ein, zwei Stunden schon wie explodiert aussieht. Dabei gibt es so viele verschiedene Möglichkeiten, seinen Schnurrbar perfekt zu stylen. Und genau die, wird dir der Doc jetzt verklickern. Deshalb, meine kleinen Wuschel-Schnurries, passt genau auf und lernt.


Welchen Schnurrbart-Style willst du tragen?

Die Welt der Barträger spaltet sich in drei Lager auf.

  1. Der Perfekte trägt einen möglichst perfekt gestylten Schnurrbart mit gezwirbelter Spitze. Ein Kunstwerk, dass in jeder Lebenslage wie gegossen aussieht.
  2. Der Natürliche bevorzugt einen Schnurrbart, der naturgewachsen, aber dennoch top gestylt aussieht, ohne aber ins Perfekte abzugleiten.
  3. Der Wilde lässt seinen Schnorres einfach wachsen und verzichtet auf Styling. Kann man machen, geht aber besser.

Wer sich zur dritten Kategorie zählt, kann jetzt schon den Ranzen packen und sich auf den Pausenhof verabschieden. Die anderen sperren fein die Lauscher auf. Denn ihr könnt jetzt etwas über die verschiedenen Arten des Schnurrbart-Stylings lernen.

Beard Balm

Das schwächste Mittel, um den Schnurrbart in Form zu bringen. Wer allerdings schon von Natur aus eine optimale Schnorres-Form hat, der ist mit dem Motto “Weniger ist mehr” gut beraten. Denn der leichte Halt reicht hier oft schon aus, um einen Naturbart auch über den Tag in Form zu halten. Aber glaubt mir, Beardos, das sind die allerwenigsten unter euch.
Für die Perfekten unter euch, taugt der Beard Balm nicht die Bohne.

Anwendung: Nach Bedarf Beard Balm zwischen den Fingerspitzen verreiben und in die Schnurrbarthaare streichen. Gegebenenfalls noch einen Föhn benutzen.


Moustache-Wax

Fast jeder Hersteller hat’s im Angebot, fast jeder preist es als ultimative Lösung für störrische Schnurbärte an. Doch das gilt nur mit Abstrichen. Denn Schnurrbartwachs ist im Grunde nichts anderes als ein konzentrierter Beardbalm. Der eine klebt mehr, der andere weniger, aber alle haben eines gemeinsam: Am Anfang bringen sie eure Schnurrbärte perfekt in Form, nach spätestens einer Stunde ist der Halt weg oder lässt so stark nach, dass der Schnorres wieder in alle Richtungen steht.
Und für die Perfekten: Ja, ihr könnt euch Wachs reinkleistern, bis die Spitze glänzt. Aber dann glänzt eben die Spitze und ihr seht schmierig aus. Ob ihr das mögt, müsst ihr selbst entscheiden. Zumindest funktioniert es für eine Weile.

Dem Doc ist jedenfalls noch kein einziges Moustache-Wax in die Finger gekommen, dass nicht nach kurzer Zeit von selbst den Halt aufgegeben hat. Und glaubt dem Doc, er hat ne Menge gestestet. Aber das ist auch kein Wunder, denn die Zusammensetzung ist im Grunde immer dieselebe: Eie Mischung aus Öl oder Butter plus einer Wachsart. 

Anwendung: Mit dem Fingernagel etwas Moustache-Wax aus der Dose nehmen und vorsichtig in den Bart einmassieren. Keinesfalls zu doll streichen, denn durch das Wachs entsteht ein großer Zug auf die Schnurrbarthaare. Wenn ihr nicht aufpasst, habt ihr danach welche an den Fingern kleben. Ist alles einmassiert, den Schnorres in Form bringen. Beim Verteilen kann auch warmes, kein heißes, Anföhnen helfen.


Bartwichse

Der Begriff Bartwichse ist etwas unscharf. Denn als Bartwichse bezeichnen manche Hersteller auch Produkte, die eher ein Moustache-Wax sind. Im Grunde ist Bartwichse aber etwas anderes. Ihre Haupteigenschaft: Sie hat eine cremige Konsistenz, härtet erst im Kontakt mit Luft aus und wird deshalb in Tuben verkauft.
Mit Bartwichse lassen sich sowohl der Perfekte, als auch der Natürliche stylen. Lediglich die Menge an Bartwichse macht hier den Unterschied zwischen Wyatt Earp und Salvador Dalí. Seid also vorsichtig und nehmt lieber noch einmal nach.

Anwendung: Eine erbsengroße Menge aus der Tube gleichmäßig auf beide Zeigefingerkuppen verteilen in diese dann jeweils zwischen Daumen und Zeigefinger verreiben. Dann gleichzeitig mit links und rechts die Schnorres-Spitzen betupfen, dann den Schnurrbart der Länge nach außen entlangstreichen. So verteilt ihr die bis dahin weiße Creme optimal in euren Haaren. Ist alles verteilt wartet etwa eine Minute und formt dann euren Schnurrbart. Ihr werdet merken, wie die Bartwichse fester und durchsichtig wird und jedem noch so widerspenstigen Schnurrbart Halt gibt, dabei aber doch biegsam bleibt.

 

Haarlack

Das hier ist eher was für die Horst Lichters unter euch. Wer seinen Schnorres tragen will wie der berühmt Fernsehkoch oder bei Bartmeisterschaften teilnehmen will, kommt um die im wahrsten Sinne des Wortes ganz harte Schule nicht herum: Haarlack diverser Hersteller aus der Spraydose. Der Haarlack wird mit Luftkontakt extrem fest und gießt eure Schnurrbärte regelrecht in Form. Doch Vorsicht! Man muss das Tragegefühl auch mögen. Und mit Flexibilität ist dann auch nichts mehr. Naturbärte lassen davon die Finger. Dennoch will euch der Doc diese Technik nicht vorenthalten.

Anwendung: Am effektivsten ist es, den Haarlack auf die Hand Fläche zu sprühen und die entstandene Pfütze dann zügig mit den Fingerspitzen der anderen Hand in den Schnurrbart zu streichen. Dann sofort stylen, sonst härtet das Zeug aus, bevor ihr fertig seid. Andere bevorzugen, den Lack direkt in die Spitzen des Schnurrbarts zu sprühen und dann sofort zu stylen.


Beard Control

Eine neue Methode, eure Schnurrbärte zu bändigen, ist das neue Beard Control von GØLD`s. Der Doc hat es einfach ausprobiert und es funktioniert erstaunlich gut, obwohl es eigentlich für den ganzen Vollbart gedacht ist. Wer davon aber eine Extraportion in den Schnorres einarbeitet, wird merken, dass man damit auch seinen Schnurrbart auf Linie bringen kann. Noch stärker wird der Halt, wenn man die Control-Portion mit einem Tropfen Bartöl in den Handflächen verreibt.
Zumindest eine natürliches Styling ist damit möglich, denn der Halt ist nicht so stark wie bei der ungarischen Bartwichse. Doch für manche von euch Wuschel-Bärtchen wird das absolut ausreichen.

Anwendung: Einfach eine erbsengroße Portion der Länge nach in euren Schnurrbart verteilen. Wenn alles feucht ist, einfach Finger weg und warten. Nach etwa einer Minute dann den Bart nach Wunsch stylen. Verklebte Bartspitzen bekommt ihr damit aber ganz sicher nicht hin.

 

Und was empfiehlt Dr. Awesome?

Da gibt`s nur eine Antwort. Beardos: Ungarische Bartwichse” von Stern! Dem Doc kommt schon seit Jahren nichts anderes mehr in den Schnorres, denn nichts bringt beim Lockenbart von Dr. Awesome so konstant gute Ergebnisse, wie dieses Teufelszeug. Und wenn mal hochgezwirbelt werden soll, packt die Ungarische das auch ganz locker und hält den ganzen Tag. Sie besteht im Grunde nur aus Wasser, Wachs und Gummi Arabicum und ist deshalb absolut unbedenklich. Nur der Geruch ist in den ersten zwei drei Sekunden etwas gewöhnungsbedürftig, manche sagen sogar, sie rieche furchtbar. Aber das hälst du die paar Sekündchen aus. Danach ist der Geruch komplett verflogen. Versprochen!

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