Funktioniert wie geschmiert: Die perfekte Glatze rasieren mit der Bartöl-Seifen-Methode

Geposted am 20 Juni 2018


Setzen, Beardo!

Klar, es gibt da draußen ein paar Typen, die mit ihrem Wuschelkopf und Bart gut aussehen.
Die Königsdisziplin des Barträgers lautet jedoch nach wie vor: Glatze und Bart!

Diese Kombination ist längst nicht mehr nur die letzte Ausflucht von Bartträgern mit zu groß gewordenen Geheimratsecken. Der “Bald Head” in Kombination mit einem stattlichen Vollbart ist längst zum Klassiker geworden, der vor allem eines ausstrahlt: Pure Männlichkeit!

Doch der Weg dahin ist ziemlich blutig. Gerade für Anfänger, die auf eigene Faust versuchen, sich die Stoppeln vom Schädel zu schaben. Deshalb pass gut auf und gib fein acht. Der Doc hat dir etwas mitgebracht. Und zwar ein paar Tipps, wie du schnell, effektiv und vor allem sicher obenrum blank ziehst!

 

Die Wahl des richtigen Rasierers

Nichts ist wichtiger, als das richtige Rasiergerät. Und da kennt der Doc keine Kompromisse. Glaub ihm, kleiner Glatzenbart, Dr. Awesome hat wirklich jede erdenkliche Methode ausprobiert. Dennoch zählt dir der Doc gerne nochmal auf, warum beispielsweise Einwegrasierer oder Rasierklingen mit mehreren Klingen Murks sind, sobald es um eine Glatze geht. Die Antwort ist einfach: Sie verstopfen schon nach ein einem Zug! Zumindest, wenn du dir nicht jeden morgen aufs Neue den Kopf rasieren willst. Dann sind die Stoppeln kurz genug. Ansonsten, verbringst du mehr Zeit damit den Kram zwischen den Klingen hervorzupopeln, als dich damit zu rasieren. Wenn die Stoppeln gar drei oder vier Tage alt sind, vergiss es gleich. Du wirst entnervt aufgeben. Dazu kommt: Diese Methode geht auf Dauer ganz schön ins Geld.

Das Rasiermesser ist ebenfalls keine gute Wahl. Denn sich mit so einem scharfen und gefährlichen Messer selbst am Hinterkopf zu rasieren, ist selbst für die Besten unter den Barbieren nahezu unmöglich. Versuche es es erst gar nicht. Es wird in einem blutigen Desaster und Narben am Hinterkopf führen.

Und da sind wir auch schon angekommen: Es gibt nur eine wirklich alltagstaugliche Methode, seinen Schädel dauerhaft und mit wenig zeitlichem Aufwand blank zu rasieren:

 

Der Rasier-Hobel

Dieses Gerät aus Großvaters Zeiten ist und bleibt die beste Wahl für diese Aufgabe.

Die Qualität des Hobels bleibt dabei dir überlassen. Am Rasierergebnis ändert das wenn überhaupt nur wenig. Für einen ordentlichen Edelstahlhobel zahlst du im Netzt gerade mal schmale 25 bis 30 Euro und hast ein unkaputtbares Gerät, dass du mit in die Kiste nehmen kannst. Aber ganz ehrlich, kleiner Hobel-Bart, es tut auch das Plastikteil von der Supermarktkasse. Da hängen nähmlich auch manchmal welche. Aber ganz ehrlich: Der Doc hat sich schon nach kurzer Zeit einen ordentlichen gekauft. Diesen Schritt kannst du also überspringen, wenn du es ernst meinst mit deiner Glatze!

Die Auswahl der Klingen dafür ist groß. Ja, du hast richtig gehört. In den Hobel werden blanke Klingen eingelegt und festgeschraubt. Es gibt besonders scharfe Klingen, besonders haltbare Klingen und Klingen, die irgendwo dazwischen liegen. Der Doc empfiehlt dir, nicht die Dinger aus dem Supermarkt zu kaufen. Da gibt es viel bessere im Netz für ein paar Euro, die dir jahrelang reichen werden.

Der Doc selbst empfiehlt dir bis du etwas Übung hast ein paar ganz normale Standardklingen, etwa die von Astra. Damit hast du genügend Schärfe, um einen ordentliche Rasur hinzubekommen, musst aber nicht schon bei jeder Hautberührung fürchten, dich zu schneiden. Die Klingen werden ausgepackt und lassen sich idiotensicher per Schraubverschluss in deinen Hobel einlegen. Festschrauben und schon ist das Teil einsatzbereit!

Das Gleitmittel

Hört sich schmierig an! Soll es auch sein, Beardo. Je schmieriger umso besser. Denn du willst ja, dass die Klinge des Hobels möglichst einfach und unfallfrei über deinen Schädel gleitet. Hier hast du die Qual der Wahl: Rasierschaum aus der Dose? Rasiercreme aus der Tube? Rasierlotion? All das springt dir im Supermarktregal entgegen. Und alle Methoden funktionieren, mehr oder weniger gut.

Deswegen hat der Doc für dich eine Methode parat, die er selbst alle zwei Tage anwendet: Die Öl-Seifen-Rasur! Die Zutaten dafür hast du als eifriger Schüler von Dr. Awesome natürlich alle schon bei dir im Bad rumstehen. Du benötigst lediglich zwei Dinge: Deine Bartseife und dein Bartöl! Dr. Awesome selbst benutzt natürlich seine Hausmarke, die GØLD`s-Bartseife und das Protect-Bartöl der beiden Martins. Das funktioniert einfach am besten.

 

Dr. Awesomes “Bartöl-Bartseife-Methode”

Diese Methode kombiniert zwei unschlagbare Eigenschaften, die die Rasur deines Kopfes spielend einfach machen, deine Kopfhaut schont und einfach für das gründlichste Rasurergebnis sorgt.

Aber der Reihe nach, kleiner Klingen-Bart. Bevor du den Hobel ansetzen darfst, musst du drei wichtige Schritte befolgen. Schludern verboten! Sonst funktioniert es nicht.

  1. Den Kopf mit heißem Wasser ordentlich nass machen. Du kannst dich dafür unter die Dusche stellen, einen Waschlappen oder ein Gästehandtuch benutzen oder einfach deine Hand. Wichtig ist, dass das Wasser so heiß ist, dass du es noch angenehm aushalten kannst. Denn das heiße Wasser öffnet die Schuppen deiner Haare. Trockne deinen Kopf nicht ab.
  2. Nimm etwa fünf bis acht Tropfen Bartöl und verreibe sie in deinen Handflächen. Dann verreibst du das Bartöl auf deinem Kopf. Benutze dabei ruhig etwas Kraft und massiere das Öl richtig ein.
  3. Schnapp dir deine Bartseife und schäume sie in deinen Händen richtig schön auf. Seifen, die überfettet sind und einen extrem feinporigen Schaum erzeugen, sind tendenziell besser geeignet dafür, da der Schaum besser in jede noch so kleine Pore und Schuppe dringt. Verteile den Schaum auf deinem geölten Kopf. Lass dich nicht davon beeindrucken, dass die Schicht nur dünn sein wird. Für das, was wir wollen, ist es genau richtig!
  4. Lass die Mischung einwirken. So lange es eben geht, ohne, dass die Seife zu sehr antrocknet. Dr. Awesome zum Beispiel putzt in der Zwischenzeit seine Beißerchen. Danach ist der Schädel bereit für den Hobel.



 

Richtig Hobeln will geübt sein

Nun ist es soweit! Du darfst den Hobel schwingen. Halte den Griff fast senkrecht, setze vorne an deinem Haaransatz an und ziehe langsam nach hinten durch. Du wirst merken, wie einfach die Klinge durch deine Haare gleitet. Und du wirst sofort ein Gefühl dafür entwickeln, wann der Hobel schneidet, und wann nicht. Wichtig ist nur Folgendes: Bewege den Hobel nie seitwärts. Dann könnte nämlich Blut fließen.

Je nachdem, wie dick, hart und lang deine Stoppeln sind, kann es sein, dass du mit kleinen Zügen arbeiten musst. Vor allem bei längeren Stoppeln ist das hilfreich. Denn auch ein Hobel verstopft irgendwann.

Nach jedem Zug drehst du den Hobel um und benutzt einfach die noch unbenutzte Seite. Danach, drehst du den Kopf kurz auf, sodass die Klinge lose ist und hälst ihn unter den Wasserhahn. Sämtliche abrasierte Stoppeln werden so ausgespült und du kannst wieder von neuem loslegen.

 

Die Zwei-Runden-Technik

Das sauberste Ergebnis ereichst du mit dieser speziellen Technik. Der Doc ist überzeugt, dass sie gar nicht länger dauert, weil dir das ständige Nachrasieren, wenn du mal ein paar Haare nicht erwischt hast, erspart beibt. Ziehe einfach die Hobel von vorne nach Hinten zum Nacken durch. Fange bei einem Ohr an und arbeite dich zur anderen Seite. Achte nicht darauf, ob du ein paar Stoppeln stehen gelassen hast. Wichtig ist nur, dass du keine Stelle auslässt.

Wenn du durch bist, feuchte deine Kopfhaut nochmal mit ein paar Tropfen Wasser an und beginne eine zweite Runde. Diesmal wirst du alle übriggebliebenen Stoppeln erwischen. Spüle danach deinen Kopf mit etwas Wasser sauber und trockne ihn ab. Dein Schädel wird perfekt und glatt sein, wie eine Billiardkugel!



After-Shave? Brauchst du nicht!

Erspare dir, deinen Kopf mit Alkohol desinfizieren zu wollen. Das trocknet deine Haut nur aus und macht sie anfällig für Irritationen. Du hast deinen Schädel gerade mit Seife sauber geschrubbt. Was willst du mehr? Und durch das Öl sind die Irritationen quasi auf ein Minimum reduziert. Wenn überhaupt reicht eine pflegende Lotion, wenn du sehr empfindlich bist.


Und wie lange dauert das alles?

Mit etwas Übung, geht das ganze in ein paar Minuten über die Bühne. Versprochen! Der Doc zum Beispiel schafft es, sich den kompletten Schädel innerhalb von zwei Minuten zu rasieren.


Und jetzt kleiner Glatzen-Bart: Hobel laden und: Ziiiiieeehhh! Ziiiiieeehhh! Ziiiiieeehhh!

Bis zur nächsten Lektion

Dr. Awesome








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2 Kommentare

  • Martin: July 24, 2018

    Muss ich unbedingt mal ausprobieren

  • Marco: July 24, 2018

    Lieber Doc Suche nach einem guten Nachfolger für meinen „billig“ Hobel Was empfiehlt der Dr.?

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