Dr. Awesome trifft Ingmar Schettler: Tipps vom Meister des Schnurrbarts!

Geposted am 28 April 2017

Setzen Beardo,

der Doc hat euch heute einen der besten Barbiere Deutschlands mitgebracht: 
Ingmar Schettler gilt in der Bartszene als der Meister des Schnurrbarts. Niemand bringt den Oberlippenbart seiner Kunden kunstvoller in Form. Mit Dr. Awesome spricht der Freiburger Barbier über Bedeutung und Zukunft des Oberlippenbartes und verrät, mit welchen vier Tricks du deinen Vorhang in einen prächtigen Vorzeige-Schnorres verwandeln kannst. 

Doc: Seit Jahren reden die Leute schon von einem Comeback des Magnum-Balkens, aber passiert ist wenig.

Ingmar: Unterschreib ich, Doc! Der Schnurrbart konnte sich in der breiten Masse bisher nicht durchsetzen. Das liegt zum einen daran, dass im Moment die Leidenschaft für Vollbärte ungebrochen groß ist. Zum anderen aber auch daran, dass viele Männer einfach nicht genug Mut haben, einen reinen Moustache zu tragen.


Doc: Haben die Jungs also einfach nicht genug Eier in der Hose, um einen ordentlichen Solo-Schnurrbart zu tragen?

Ingmar: Es gehört ja auch einiges an Mumm dazu, sich einen massiven Schnurrbart stehen zu lassen. Das ist heutzutage ein echtes Statement. Man stellt sich automatisch in den Mittelpunkt, zieht viele Blicke auf sich. Das hält nicht jeder aus. Dafür braucht es schon ein ordentliches Selbstbewusstsein.


Doc: Aber du hast das?

Ingmar: Mittlerweile! Ich trage meinen Schnauzer jetzt seit drei Jahren. Anfänglich habe ich mir gerade im Freundeskreis viel anhören müssen. Aber da musste ich eben durch. Wichtig ist nur, dass man in der schwierigen Phase des Wachsenlassens auch durchhält und nicht aus Verzweiflung alles wieder wegrasiert, bevor man überhaupt einen ernstzunehmende Länge hatte.


Doc: Keine guten Voraussetzungen für die Zukunft des Solo-Schnurrbarts...

Ingmar: Finde ich überhaupt nicht. Der Schnurrbart wird kommen. Im Moment ist die Zahl der Vollbärte extrem groß. Und die allermeisten sehen gleich aus, weil alle demselben oder einem ähnlichen Stil nacheifern. Ich finde das ansich ja auch gut, aber wenn alle gleich sind, formiert sich erfahrungsgemäß auch eine Bewegung, die sich herausheben will. Blankrasieren ist meiner Meinung nach keine Alternative. Also probiere diese Individualisten den Schnurrbart aus. Denn er stellt momentan noch etwas besonderes dar. Und schließlich will in dieser Bartwelt jeder etwas besonderes sein.


Doc: Apropos Vollbärte. Dem Doc ist aufgefallen, dass es zwar sehr viele davon gibt, aber nur sehr wenige mit einem 1A-Schnorres. Woran liegt es, dass der Oberlippenbart beim Styling oft so vernachlässigt wird?

Ingmar: Die einen können es einfach nicht, die anderen haben keinen Geschmack und wissen gar nicht, wie ein Schnurrbart aussehen muss. Trotzdem schneiden sie drauf los. Hauptsache das Ding ist einigermaßen symmetrisch. Viele achten sowieso mehr auf die Länge des gesamten Bartes, als auf einen top gestylten Schnorrs. Dabei ist der Schnurrbart die Kür des Vollbarts. Sozusagen das Aushängeschild, dass jedem sofort signalisiert: Wow!


Doc: Die Männer wissen also einfach nur nicht, wie es geht? Offenbar trifft das dann aber auch auf den ein oder anderen Barbier zu…

Ingmar: Da haben wir das nächste Problem: Die Barbier-Szene ist extrem schnell gewachsen. Eigentlich viel zu schnell. Deswegen gibt es da draußen auch viele Barbiere, die zwar einen Bart schneiden können, aber beim Schnurrbart kapitulieren und dann einfach nach bestem WIssen und Gewissen schneiden. Die Bartwelt ist voll mit verunstalteten Schnurrbärten. Dabei ist es gar nicht so schwer, wenn man ein paar Regeln beachtet.


Doc: Ok, Ingmar, dann gib den Schülern des Doc doch mal ein paar Tipps, mit denen sie ihren Schnurrbart besser zurechtschneiden können.

Ingmar: Das allerwichtigste ist das kleine Dreieck an der Oberlippe. Das sollte immer frei geschnitten werden. Dann fällt der Bart fast schon von alleine und optisch wirkt der Schnorres schön in zwei Hälften geteilt. Das ist nicht nur optisch ein Rieseneffekt.


 Beim Schneiden sollte man auf keinen Fall stufig schneiden, sondern die Haare an der Oberlippe auf einer Länge Abschneiden. Nur so bekommt man einen richtig vollen Schnurrbart, Alles andere sieht aus, wie explodiert. Also keinesfalls den Langhaarschneider nehmen und mit dem Aufsatz alles gleich lang rasieren.


Und auch beim Kürzen der Schnurrbartspitzen kommt es auf den richtigen Winkel an. Viele drehen das Haar ein und schneiden dann einfach ab. Danach sehen die Männer aus, als hätten sie Schnurrhaare. Irgendwie unnatürlich. Wichtig ist, die Schere etwas schräg zu halten, quasi fast waagerecht zum Mund. Dann vorsichtig Stück für Stück kürzen. So bekommt der Schnorres eine natürlich wirkende Form.



Doc:
Und was ist mit Schnurrbartwachs oder Bartwichse?

Ingmar: Jeder ernsthafte Schnurrbartträger sollte etwas benutzen, das den Schnorres in Form bringt und vor allem auch hält. Viele Männer verzichten darauf, dabei macht so ein kleiner Klecks optisch wirklich ganz schön viel aus. Viele lehnen das wahrscheinlich ab, weil sie denken, das sei nur fürs Zwirbeln ala Dali gedacht. Aber das stimmt nicht, der Schnurrbart wird so auch in seiner natürlichen Form in Position gehalten.

Doc: Alle möglichen Hersteller haben sowas im Programm. Wenn der Doc sich das in seinen Locken-Bart schmiert, hält das genau zehn Minuten.

Ingmar: Da muss jeder sein eigenes Mittel der Wahl finden. Ich selbst schwöre, so wie der Doc auch, auf die klassischste aller Marken: Die Ungarische Bartwichse von Stern. Diese Creme unterscheidet sich durch ihren Anteil an Gummi Arabicum vom Rest. Sie wird im Haar verteilt. Durch den Kontakt mit Sauerstoff, zieht sie sozusagen an und eine Minute später ist der Bart formbar. Besser als mit jedem Wachs. Dazu kommt: Das Zeug hält garantiert bis zum Abend ohne zu beschweren oder das Haar zu steif zu machen.

Doc: Danke, lieber Ingmar, dass du dir die Zeit genommen hast, den Jungs ein paar deiner Geheimnisse zu verraten. 

Und jetzt, Beardo, schauen wir noch einen kleinen Film, über Ingmar und seinen wunderbaren Laden. Danach dann ab ins Badezimmer, üben, üben üben!

 

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